Podium

Gespräch mit Dorothee Kaser

Ein digitales Produkt soll leben und kommunizieren.

Dorothee Kaser und Julia Freymark
30. September 2021

Gutes Design orientiert sich immer am Menschen. Das gilt auch für digitale Produkte. Als UX-Strategin begleitet Dorothee Kaser Auftraggeber:innen durch alle Entwicklungsphasen. Wie wichtig regelmäßige Kommunikation dabei ist und warum es ohne ein interdisziplinäres Team nicht geht, erklärt sie im Interview.

Julia: Wie bist du UX-Strategin geworden?

Dorothee: Ich habe visuelle Kommunikation studiert und schon früh angefangen, mich für digitale Prozesse zu interessieren. Als UX-Beraterin mit vielen Jahren in der Entwicklung digitaler Projekte, habe ich ein gutes Verständnis für die ganze Bandbreite von inhaltlichen, gestalterischen, aber auch funktional-technischen Anforderungen.

Julia: Was begeistert dich an deiner Arbeit?

Dorothee: Auf jeden Fall die Themenvielfalt. Auch, dass ich immer wieder neuen Menschen und Anforderungen begegne. Mir ist vor allem wichtig, dass ein digitales Produkt nicht nur funktioniert, sondern lebt und kommuniziert. Das Ziel ist immer ein interaktives Nutzererlebnis, das die Bedürfnisse der Auftraggebenden berücksichtigt. Das erreiche ich nicht allein, sondern immer gemeinsam im Team.

Julia: Sitzen immer alle Gewerke von Stan Hema an einem Tisch?

Dorothee: Das kommt ganz auf das Projekt an und welche Kompetenzen wir dafür brauchen. Ein schönes Beispiel ist das Online-Magazin für Dr. Hauschka. Da haben wir eng mit Markenstrategie und Redaktion zusammengearbeitet, was total spannend war. Generell ist bei den meisten Projekten aus jedem Gewerk ein Spezialist mit im Boot. Anders geht es bei der Komplexität der Anforderungen meist gar nicht.

Julia: Du hast vorhin die verschiedenen Anforderungen von digitalen Projekten angesprochen. Wie vereinst du sie? Gibt es einen Standard-Prozess?

Dorothee: Ja, wir haben einen Rahmenprozess, den wir individuell anpassen. Generell designen, konzipieren und entwickeln wir immer nutzerorientiert. Zu dem agilen Rahmenprozess gehören Analyse und Recherche, die Konzeption, das User Interface Design und natürlich die Umsetzung. Für jede Projektphase definieren wir individuell unsere Ziele und was wir dafür brauchen. Danach wählen wir Tools und Methoden aus.

Julia: Hast du ein Projekt, das dich besonders bereichert hat?
Dorothee: Das ist schwer zu sagen. Projekte wachsen mir aus unterschiedlichen Gründen ans Herz. Entweder, weil mich ein Thema inhaltlich interessiert oder die Komplexität reizt. Manchmal finde ich das Projekt auch visuell sehr ansprechend wie zum Beispiel die Microsite für die BetteAir, eine bodenebene Duschfliese. Hier haben wir mit 3D-Renderings und On-Scroll-Animationen gearbeitet, um das Produkt ganz besonders in Szene zu setzen.

Julia: Dieser Teamgeist hat auch eine gewisse Strahlkraft nach außen. Wie profitieren denn unsere Auftraggeber:innen davon?

Dorothee: Sehr. Durch den engen Austausch vermitteln wir neben Sicherheit vor allem Orientierung. Durch den geführten Prozess bewegen wir uns alle in dieselbe Richtung und verlieren das Ziel nicht aus den Augen. Es ist ein Weg, den man nur gemeinsam gehen kann. Und das macht es auch so spannend und bereichernd.

Schneller Einstieg ins Thema? Dorothee Kaser gibt den Überblick zu digitalen Produkten im Video.

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