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Zukunftsbilder

Zukunftsbilder. Oder: Warum brauchen Designer*innen gerade mehr Fragezeichen als Punkte?

Kreativität, Ideenfindung, Arbeitsweise: Themen, die im Design aktuell zur Diskussion stehen. Das Grundrauschen schneller Antworten interessiert mich wenig. Ich bin ein Fan von fragen–zuhören–reden und repeat. Also: Mein Versuch mit Fragezeichen.

Andreas Weber
14. Juli 2020

Zukunft beginnt für mich mit Fragen stellen. Sie beschleunigen Ideen, befeuern Neues, Neugierde und Aha-Momente. Zu schnell gesetzte Punkte beenden oft das Weiterdenken. Ein Fragezeichen treibt es voran. Vor allem aber eröffnet es Gespräche – vorausgesetzt, man tauscht nicht nur Positionen aus, sondern hört tatsächlich zu. Will wahrnehmen und erkennen. Hakt nach, um Transparenz zu schaffen. Informiert, weil man gemeinsam Wissen sammeln und begreifen will, um Entscheidungen treffen zu können.

Gerade jetzt können wir Designerinnen so frei wie selten gemeinsam an Zukunftsbildern für uns und unsere Branche – und unsere Auftraggeberinnen – arbeiten. Den Diskurs starten. Stattdessen: Antwort trifft auf Antwort trifft auf Antwort. In Bewegung bringt uns das kaum.

Deshalb hier ein paar Fragen zum Blickwechsel und Hirnbewegen. Lust mit einer Antwort und einer Gegenfrage mit mir Gespräch zu kommen?

Würdest Du in Zukunft lieber in einem Design von Studio KO leben, einer Prognose von Li Edelkoort, oder einem Song von The Palmers?

Stell Dir vor, Du bist nicht ausgelastet und umarmst einen Baum. Welcher wär’s und wo steht er?

Designer*innen wollen immer Zukunft gestalten: Welches Ideal willst du 2025 tatsächlich leben? Und welche Konsequenzen hast Du dafür akzeptiert?

Wie hart müsstest Du daran arbeiten, fünf tägliche „Weiß ich!“ durch „Erklär’s mir“ zu ersetzen und hätte das Auswirkungen auf Dein Abendessen?

Der Auftrag, von dem Du träumst – welche Spotify Playlist beschreibt ihn am besten?

Ist durch räumliche Distanz das Vertrauen anderer Menschen in Deine Kreativität mehr gewachsen als Dein Vertrauen in Dich selbst? Warum?

Glaubst Du immer noch an das Prinzip Kreativitätsoptimierung? Oder ersetzt Du es durch ein anderes?

Du bist 75 und färbst Deine Haare. Das Getty Center Los Angeles widmet Deinen Arbeiten eine Schau. Der Katalogtitel?

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Andreas Weber
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